· Torsten  · 2 min read

Drei Tipps für Nutzerinterviews — die günstigste Möglichkeit, Fehlentwicklung zu vermeiden

Nutzerinterviews sind eine der günstigsten Möglichkeiten, Fehlentwicklung zu vermeiden. Drei Takeaways aus einem Live-Seminar mit Oliver Winter und Tim Klein von den Produktwerkern.

Nutzerinterviews sind eine der günstigsten Möglichkeiten, Fehlentwicklung zu vermeiden. Drei Takeaways aus einem Live-Seminar mit Oliver Winter und Tim Klein von den Produktwerkern.

Ich bin kein Experte in Nutzerinterviews — aber Oliver Winter und Tim Klein von den Produktwerkern sind das. Und bei denen war ich heute in einem Live-Seminar zum Thema Nutzerinterviews.

Hier meine Takeaways als drei Tipps für gute Interviews zusammengefasst:

1️⃣ Gute Interviews sind strukturiert und machen transparent, worum es geht und wie das Interview abläuft. Vorbereitung ist wichtig: Vorstellung des Themas und Ziel des Interviews, Zeitrahmen, Agenda, Erlaubnis für Notizen einholen, Kontext zur Person. Eine Mail im Vorfeld finde ich dabei hilfreich.

2️⃣ Auf die Fragen kommt es an. Shit in, shit out. Offene Fragen ohne Annahmen. Wir bleiben im Problemraum — es geht nicht um Lösungen. Konkrete Erlebnisse beschreiben lassen. Redeanteil 80/20 beim Interviewten. Stille aushalten. Keine suggestiven Fragen, um Confirmation Bias zu vermeiden.

3️⃣ Unterstützer finden. Interviews sind ein Invest, und der will begründet sein. Gute Gründe sind Kosten- und Zeitersparnisse, weil man frühzeitig lernt, was das richtige Produkt ist. Politisch, weil die, für die die Lösung gemacht wird, einbezogen werden wollen. Motivation ist höher, weil Entwickler das Problem verstehen wollen, statt nur Lösungen zu implementieren. Qualität ist höher, weil Probleme verstanden wurden.

Wer diese Punkte berücksichtigt, legt eine gute Basis, um regelmäßig Nutzerinterviews führen zu können und ein besseres Problemverständnis zu erhalten.


Ich beschäftige mich mit Transparenz, Kommunikation und Priorisierung in der operativen Produktplanung und bin brennend daran interessiert, was dich in deiner täglichen Arbeit am meisten stört. Schreib mir gerne.

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